Mein Kopf ist blockiert – Höchste Zeit für Wald, HevyDevy und Notizen

Mein Kopf ist blockiert – Höchste Zeit für Wald, HevyDevy und Notizen

Ja, mein Kopf ist blockiert.
So richtig dicht.

Seit Tagen möchte ich einen neuen Blogartikel über ein Thema zum wissenschaftlichen Arbeiten verfassen.

Themen habe ich genug, meine Ideenliste ist lang.

Doch ich komme nicht dazu, weil mein Kopf gerade nicht will.
Auch nicht mit Trick 17 – einfach hinsetzen und losschreiben.

Dabei habe ich für die nächsten Artikel schon ein grobes Konzept auf dem Papier, einige Textpassagen geschrieben und Bildermaterial zur Auflockerung zusammengestellt.

Aber es geht nicht.
Ich kann nicht klar genug denken, um einen Artikel zu erstellen.

Die Worte wollen einfach nicht in die richtige Reihenfolge; ich merke, dass mir die innere Energie und Leichtigkeit zum Schreiben fehlt, ich vermisse den Kuss der Muse.

Frustriert mich das?
Nö, nicht wirklich.

Vielleicht nur ein ganz kleines bisschen, weil ich meinen Lesern ja neue Tipps und Inspirationen liefern möchte.

Allerdings weiß ich auch, woran meine kleine Blockade im Kopf liegt.

Mein Kopf ist blockiert, denn die letzten Wochen haben mich stark gefordert

  • Das Wintersemester an den Unis und Hochschulen ist im vollen Gange und ich bin mit meinen Workshops mittendrin.
  • Parallel bearbeite ich die wöchentlichen Aufgaben einer Masterclass und nehme an unterschiedlichen virtuellen Meetings teil.
  • In diesem Zusammenhang entsteht mein neuer Online-Kurs, für den ich reichlich technische, konzeptionelle und didaktische Überlegungen durchspiele.
  • Dazu kommen der normale Arbeitsalltag und leider auch ein nerviges privates Problem, für das so langsam eine Lösung in Sicht ist.

Irgendwann ist dann bei mir auch mal Feierabend im Kopf.

Aber nach 43 Jahren kenne ich mich genau und vertraue mir.

Ich weiß, dass es in den nächsten Tagen schon wieder anders aussehen wird und mir die Texte leicht aus dem Kopf in die Tastatur gehen werden.

Außerdem merke ich, dass ich für mich wichtige Kopf-frei-Angewohnheiten einschlafen lasse und mein Bauchgefühl immer mehr ins Hintertreffen gerät. Meine Achtsamkeit mir gegenüber lässt nach, ich bin nicht mehr richtig bei mir.

Obwohl ich wirklich sehr gerne einen neuen Blogartikel über ein wissenschaftliches Thema schreiben möchte – meinen Verstand schicke ich jetzt erst mal in eine Pause.

Was mache ich also?

Ich trete einen Schritt zurück. Die Situation ist so und darf auch so sein.

Für mich gibt es schon lange kein Hauruck-Verfahren und Mit-aller-Macht-erzwingen mehr, denn mit dem Ergebnis wäre ich sowieso nicht zufrieden.

Während ich folglich etwas Wissenschaftliches nicht aufs Papier kriege, klappt es, wie du liest mit einem Blogartikel zu meiner vermeintlichen Unproduktivität doch ganz prima.

Daher schreibe ich dir heute einfach meine für mich bewährten Lieblingsmittelchen auf, um in den nächsten Tagen meinen Kopf wieder freizubekommen. Die Reihenfolge ist übrigens beliebig.

Kopf blockiert - ab in den Wald


#1 – Ab an die frische Luft

Macht mir im deutschen Herbst bei Kälte und Regen nicht sonderlich viel Spaß, dafür in Kombination mit tiefen Atemzügen meinen Kopf wieder frei.

Ich habe einen kleinen Park direkt vor der Haustür und ein paar Runden darin haben sofort einen beruhigenden und entspannenden Effekt auf mich.

Der Spruch „Ein Geograf kennt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ ist abgedroschen, passt aber.

Ab sofort gehe ich wieder täglich spazieren. Auch mit Regenschirm und Gummistiefeln.

#2 – Meditation am Morgen

Ich meditiere gerne.
Insbesondere Atemmeditationen wirken Wunder auf mich.

Egal ob angeleitet oder mit leiser Musik im Hintergrund:

Mein Start in den Tag war bis in die erste Jahreshälfte von einer Meditation begleitet. Danach schlich sich irgendwann der Schlendrian ein.

Schluss damit!

Ab sofort gibt es morgens wieder eine Meditation. 5 Minuten oder 20 Minuten, wie ich darauf Lust habe, denn danach fühle ich mich frisch und gewappnet für den Tag.

#3 – Musik auf die Ohren

Musik hat in meinem Leben schon seit der Kindheit einen großen Stellenwert.

Ohne kann ich nicht gut.

Doch nicht alles kann ich ohne Weiteres auch während der Arbeit am Schreibtisch hören. Wenn ich mich stark konzentrieren muss, geht sogar gar nix an Geräuschkulisse. Das war auch der Grund für sehr geräuscharme letzte Wochen.

Wird sofort geändert, denn es gibt eine große Ausnahme und die heißt Devin Townsend.

Ich liebe ihn über alles. Für mich gibt es keine schönere Stimme (and by the way auch keine musikalisch größere Vielfalt eines einzelnen Künstlers).

Eigentlich ist es mir völlig wurscht, was ich von ihm höre, aber meine absolute Geheimwaffe für innere Ruhe ist das Album Ghost von seinem Devin Townsend Project.

Der erste Ton und ich entspanne augenblicklich. Immer.
Auch jetzt, während ich die Zeilen tippe.

#4 – Schreibtischunterlagen durchstöbern

Mein Schreibtisch ist sehr ordentlich und alles hat seinen Platz.

Allerdings fliegen darauf hin und wieder unzählige Notizzettel rum. Auf denen notiere ich mir nämlich immer sofort Ideen und Gedanken zu allem Möglichen.

An Tagen wie diesen fange ich an, meine Unterlagen durchzusehen, etwas umzuräumen oder die Notizzettel ins Reine zu schreiben beziehungsweise zu sortieren. Oft haben sich einige Notizen erledigt, andere geben mir neue Impulse.

In Kombination mit Musik schaffe ich mir eine gleichzeitig ruhige und kreative Atmosphäre, ohne mich auf etwas zu fokussieren.

#5 – Mit Kollegen sprechen

Wichtige Erkenntnis: Du bist nie allein mit deinem Problem.
Irgendjemanden geht es ähnlich oder kennt die Situation.

Wenige trauen sich jedoch, es auch mal auszusprechen.

Ich tausche mich liebend gerne und regelmäßig mit ein paar Kollegen aus, die ich sehr schätze. Wenn ich die Probleme ungeschönt beim Namen nennen darf und offen darüber spreche, werden sie für mich gleich viel kleiner.

So geschehen letzten Freitag. Danke.

Danke


Ist der ein oder andere Tipp was für dich?
Lass es mich gerne in einer Nachricht wissen.

Ich jedenfalls bin zuversichtlich, dir demnächst an dieser Stelle wieder einen wissenschaftlichen Artikel zu präsentieren.

Herzliche Grüße
Sandra




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